Was steht mir im Leben im Weg ?
- Was hat mir im Leben geholfen (nicht in Dinge und Probleme zu Schlittern - sondern diese zu bewältigen)
Eigentlich bin ich ein ganz normaler junger Mensch und Mann, und wünsche mir auch als solcher normaler angesehen zu werden
– auch wenn ich das Handicap einer leichten Gebehinderung seit meiner Geburt
habe und damit - unverschuldet - behaftet bin.
Die Neigung zurück / zum Interesse an Windeln entstand aus psychischer Natur und Interesse, dass es ein Verlangen von Innen raus ist zum inneren Ausgleich.
Neben Windel
und Gummihose gibt es für mich im Leben auch dennoch noch was wichtigeres, nämlich eine Partnerin an meiner Seite zu haben, auf die man zählen kann.
Ein Freund ist
ein Mensch vor dem man laut denken kann; manchmal hat man das Glück, das wenn es auch mal eine/die beste Freundin ist, dass man sein Herz auf
"weile" oder "kurzweilige Dauer erwärmen lassen kann.
Windeln werden
von vielen als ein Kinderaccessoire angesehen und man kann sie als Frau
vielleicht nur an einem Mann lieben, wenn man ihn eben gerne auch mal verwöhnt und die Rollen tauscht.
Für eine Frau, die ein klassisches
Männerbild im Kopf hat, ist eine Windel an einem Mann sicher sehr verwirrend, weil eine Windel oftmals "nur" assoziiert werden mit
"Babybedarf" oder mit Hilflosigkeit und Pflegebedürftigkeit
suggeriert;
Andere sprechen Windeln an Ihrem Freund und Partner wiederrum sehr an, was oft sicher weniger an einem Windelfetischismus liegt, sondern man kann sich eine erfüllte Liebe gut ohne vorstellen, als an dem Wunsch in einer Partnerschaft mal die zu sein, die Geborgenheit geschenkt bekommt, aber mal eben auch die, die einen gegenseitig festhält und ihm eine starke Schulter bietet.
Natürlich sind Psychologen, Ärzte, Psychiater (sind nicht immer Therapeuten) und Psychotherapeuten keine Übermenschen - manchmal ganz im Gegenteil.
Und recht habe ich auch mit der Aussage :
Jeder Mensch hat die Fähigkeiten,
Probleme selbst zu lösen und schafft sich seine Probleme oft / nicht immer
auch selbst.
Das ist der Ausgangspunkt jeder vernünftigen Therapie (egal ob systemisch, tiefenpsychologisch, trauma orientiert, lösungsorientiert, gestalttherapeutisch etc.).
Und ja: es ist ein Risiko sich jemandem anzuvertrauen
- auch in jeder Partnerschaft.
Aber ich entscheide, was ich
sage und was ich nicht sage.
Und das begründe ich auch meinem
Therapeuten (?!?) gegenüber.
Und ob ich nun - wenn ich bis dahin und bisher noch in keiner fixen Bindung, partnerschaftlichen, Freundschaft stehe, ob ich für medizinische Entscheidung im genitalen Bereich und des verspüren von Lust oder Schmerz, mir „professioneller“ Prüfungen unterziehe, was ich sonst entschieden ablehne, weil ich dies bei einer Bindung als absoluten "Seitensprung" gleichstelle, und die "Profession" wie auch der "Seitensprung" im eigentlich unverzeihlich sind, und man dann nur weis, dass man etwas falsch gemacht hat, und dem anderen und sich um den/die andere zu wenig bemüht hat; oder der/die sich nicht trau(t)en Wünsche und Neigungen auszusprechen.
Hier bedarf es dann der Toleranz und dessen der Akzeptanz und Verarbeitung der Situation, was hoffentlich nie eintritt, und man selbst stark genug ist, jeden Tag ums neue sich um seine/n Partner/in zu bemühen.
Und das ich damals vom Freund zur "Einführung" was normalerweise ja von selbst oder in früheren Mittelalter vom Vater passierte, wenn man bis zu einem gewissen Alter nicht seine Erfahrungen gemacht hatte, so erinnere ich mich gerne daran, aber dennoch ist es im Leben passiert, und ich weis was ich nicht wieder erleben möchte.
Denke auch, dass manche Leute wollen, dass Therapeuten Probleme "wegzaubern", weil sie zu bequem sind, an sich zu arbeiten, sich zu öffnen usw.
... dabei ist das sich zu öffnen und später auch zu erkennen, was andere wirklich für einen Bedeuten und wie sie mit offenen Armen bereit sind, sich der Dinge und Situation zu stellen, zu unterstützen und - oft hat man die Hoffnung oder auch nicht - aufgefangen zu werden; umsorgt, geschützt, und verbunden zu sein, sich einfach gegenseitig aufeinander verlassen, ergänzen, und glücklich zu machen.
Denn das Nutzen von Windeln machte mich nicht gerade sozial erträglicher, sondern viel einsamer, was realen Kontakt anging - außer im Internet.
Und das war / ist für mich bedenklich.
Da hat sich vieles zum Positiven geändert - auch dank Internet, aber eben nicht nur diejenigen, die erwarten dass ihre Probleme einfach verschwinden, sich auflösen, weggezaubert werden, werden aus einer Therapie keinen Nutzen ziehen - es liegt an uns / mir selbst, mich weiterentwickeln zu wollen oder mich auf meinen Problemen auszuruhen.
Vor kurzem habe ich eine erneut Frau kennengelernt für die ich viel empfinde.
Ich möchte nicht behaupten ich wäre
verliebt, denn dafür bin ich zu alt.
Aber wir verstehen uns zutiefst auf Intellektueller Ebene und schwingen dort
voll auf einer Welle.
Wir verstehen uns auch auf emotioneller Ebene, können uns Gefühle anvertrauen
etc.
Körperlich jedoch lehnt sie mich ab.
Das konnte sie sich erst nicht recht erklären (ich bin ja nicht hässlich oder entstellt und die kleinen Dinge der manchmal doch sichtbaren körperlichen Handicaps ...
Erst als ich von meinem Fetisch und dessen Ursachen erzählte, war ihr klar wieso sie nicht so auf mich reagiert hatte, wie sie es erwartet hatte.
Sie ist diesbezüglich sehr sensitiv und hat mir auch sehr deutlich gesagt, was mein Geständnis in ihr ausgelöst hat.
Als Frau lehnt sie mich deswegen als
Partner instinktiv sofort ab.
Als Mensch und als Freund überlegt
sie aber natürlich,
wo die Ursachen für mein Verhalten
sind und wie man dem Beikommen kann.
Sie will alles darüber wissen, will
wissen ob es Heilungschancen
gibt und möchte mir gerne mit Rat
und Tat als Freund und Vertraute zur Seite stehen.
Sie hat selbst eine Praxis in der
Persönlichkeitstraining, energetische Behandlungen
etc angeboten werden (mehr sag
ich dazu nicht) und sieht das klarerweise auch aus dieser Sicht.
Sie schließt nach wie vor nicht aus, dass sich mehr entwickelt und ich habe den
deutlichen Eindruck
dass sie diese Sachen erst mal
selbst auf die Reihe kriegen muss.
Wir hatten inzwischen viele tiefe
Gespräche.
Ich bin etwas hin und her gerissen.
Seit ich wieder in meinem
"Zustand" herumbohre und daran rüttle
geht es mir nicht mehr so gut wie
früher.
Ich möchte mich aber irgendwie nicht
geschlagen geben
und dass der Windelfetisch immer
einer Partnerschaft im Weg steht
verursacht bei mir keine angenehmen
Gefühle, wie ihr Euch denken könnt.
Sie sagt, dieses Verhalten ist nicht natürlich und nicht normal, meint es dabei
aber nicht böse.
Sie definiert in diesem Zusammenhang
den Terminus "Normal" als "nicht altersentsprechend" bzw.
"nicht natürlich",
meint das aber gar nicht abwertend,
wie sie mir sehr glaubhaft versichert.
Hier bin ich eigentlich nicht einer Meinung mit ihr.
Normal ist für mich eigentlich ein
quantitativer Terminus, also normal ist das was die meisten Leute tun, der
Durchschnitt also.
Und natürlich ist für mich alles was
existiert. Denn außerhalb der Natur gibt es nichts.
Die Natur umfasst alle Existenz,
daher gibt es für mich kein unnatürlich, kein übernatürlich oder sonstiges...
Sie findet es postiv, dass ich akzeptiert habe was ich bin.
Sie sagt auch, ich solle nicht
dagegen kämpfen sondern mich einfach beobachten, reinspüren
was wirklich in mir vorgeht wenn ich
den Drang nach Windeln habe.
Ein Körpergefühl aufbauen das mir
hilft die Vorgänge in mir zu erkennen und dadurch eventuelle Verstrickungen
auflösen zu können.
Keinesfalls soll ich den Fetisch
wegen ihr beenden, oder weil er mir im Weg ist und ich ihn beiseite
wischen will.
Diese Ratschläge empfinde ich als recht gut, auch wenn ich mich hier teilweise
schwer tue.
Ich bin nun mal ein Krieger, ich suche Taktiken, entwerfe Strategien und gehe meine Probleme recht direkt an.
Ich merke dass es mir phasenweise nicht mehr so gut geht wie vorher und entdecke dass es anscheinend noch Dinge an mir gibt, die ich noch nicht intensiv erfahren habe.
Ich erkenne auch an mir, dass mir die Nähe, der körperliche Kontakt, die Liebe
abgeht.
Ich merke, dass das Körpergefühl in der Windel ein ruhiges, warmes, weiches Gefühl ist.
Ohne Windel wirkt die Umgebung
kälter auf mich, ich fühle Härte und Schutzlosigkeit.
Intellektuell habe ich das schon vor
längerem begriffen, aber der Unterschied im Empfinden ist mir seit Kurzem auch
viel klarer.
Aber genau da beißt sich die Katze
in den Schwanz: um Nähe zu bekommen müsste ich den Fetisch loswerden,
damit ich eine Chance habe den
Fetisch loszuwerden, müsste ich aber Nähe bekommen...
Irgendwie entwickelt sich in mir gerade ein Gefühl der Isolation und das finde
ich gar nicht gut...
Kurzum: Auch wenn ich in meinem Leben nur 3-4 Situationen mit Geständnissen und Offenheit nicht vergleichen lässt, so haben mich die früher zeitweiligen intennsiven Interessen an den nicht zu verleugnenden Fetisch vor Dummheiten bewahrt, und mich im Leben gefestigt und meine medizinischen Versuche in bestimmter Gesellschaft geholfen mein Leben in den Griff und auf die Reihe bekommen zu haben.